Schlesisches Erbe sichtbar machen
Podiumsdiskussion im Bundesinnenministerium beleuchtet Wege zur Bewahrung und Vermittlung schlesischer Kultur
Am 11. Juni 2026 veranstaltete die Landsmannschaft Schlesien gemeinsam mit dem Beauftragten der Bundesregierung für Aussiedlerfragen und nationale Minderheiten, Dr. Bernd Fabritius, im Bundesministerium des Innern eine Podiumsdiskussion zum Thema „Sichtbarmachung des schlesischen Erbes in Ost und West“. Expertinnen und Experten aus Politik, Verbänden und Kultur diskutierten über die Frage, wie das kulturelle Erbe Schlesiens bewahrt, vermittelt und in unserer heutigen Gesellschaft stärker sichtbar gemacht werden kann – in Deutschland, in Schlesien und im europäischen Miteinander.

Moderiert von Stephan Rauhut, Bundesvorsitzender der Landsmannschaft Schlesien, standen die Zukunft der schlesischen Kulturarbeit und die Herausforderungen der Bewahrung des kulturellen Erbes im Mittelpunkt.
Impulsgeber des Abends waren mit ihren Redebeiträgen und Grußworten der Bundesbeauftragte Dr. Bernd Fabritius, Veronika Bode MdL aus dem Patenland Niedersachsen, Stephan Meyer MdB, Präsident des Bundes der Vertriebenen (BdV), Dr. Barbara Müller als Vertreterin der schlesischen Trachtengruppen sowie Rafael Bartek, Vorsitzender des Verbandes der deutschen sozial-kulturellen Gesellschaften in Polen (VdG) und Vorsitzender des Regionalparlaments (Sejmik) der Woiwodschaft Oppeln.
Im Fokus der Podiumsdiskussion standen Fragen zur Verantwortung von Bund und Ländern für die Bewahrung des kulturellen Erbes, zur langfristigen Förderung von Landsmannschaften und Projekten sowie zur stärkeren Zusammenarbeit von Heimatvertriebenen, Aussiedlern und Heimatverbliebenen der deutschen Minderheit in Schlesien.
Deutlich wurde: Schlesische Kultur verbindet Menschen über Grenzen hinweg. Die gemeinsame Geschichte und das kulturelle Erbe Schlesiens sind ein wichtiger Teil der europäischen Vielfalt und brauchen auch in Zukunft Sichtbarkeit und Unterstützung.
Die Landsmannschaft Schlesien leistet seit Jahrzehnten einen wichtigen Beitrag zur Bewahrung dieses Erbes, insbesondere durch Bildungsarbeit, Jugendbegegnungen und Seminare in Deutschland und Schlesien. Diese Arbeit schafft Verständigung, stärkt Verbindungen und gibt jungen Menschen die Möglichkeit, Geschichte und Kultur aktiv kennenzulernen.